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Es ist jedes Mal wieder spannend: Eine botanische Führung mit dem Umweltbeauftragten der Gemeinde Gottmadingen, Eberhard Koch, der wie kein anderer die Standorte seltener Pflanzen im Hegau kennt. So auch beim Streifzug um den Mägdeberg, zu dem der BUND Engen/Mühlhausen-Ehingen eingeladen hatte. Die 20 Teilnehmer bekamen dabei einen Einblick in drei dicht beieinander liegende Lebensräume, die ihrer Einzigartigkeit wegen auch als FFH-Gebiete in das europäische Naturschutznetz aufgenommen worden sind. Zum Aufstieg zu Burgruine hin dominiert die typische Felsvegetation mit weißem Mauerpfeffer, rosablühendem Berglauch und dem seltenen "Siebenbürger Perlgras", das vor etwa 7000 Jahren aus Ungarn eingewandert sein muss. Im Regenschatten des Schwarzwaldes hat es sich als Steppenpflanze an den Felshängen im Hegau halten können. Auch der "Bleiche Schöterich", wegen seiner Wirkung volkstümlich "Gänsesterben" genannt, ist in Baden-Württemberg nur noch an zwei weiteren Stellen zu finden. Nur noch an den Hegaufelsen kommt das "Graue Fingerkraut " vor. Nach dem ehemaligen Kräutergarten mit der von Kreuzrittern in grauen Vorzeiten als Heilpflanze eingeführten Osterluzei, dem bereits verblühten Türkenbund und dem "Pontinischen Beifuss" begann der steile Abstieg zum Fuß der beliebten Mägdeberger Kletterwand. Dort erklärte Eberhard Koch den Führungs-teilnehmern, warum der dortige Baumbestand als weiterer Lebensraum besonders schützenwert ist: In den Berg- und Schluchtwäldern ist nicht die in unseren Laubwäldern dominierende Buche sondern neben der Winterlinde und der Bergulme auch der Spitzahorn heimisch. Reinhard Ebeling / BUND Mühlhausen-Ehingen
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