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Amphibienschutzmaßnahme Bittelbrunn
Das Jahr 2010 wurde von den Vereinten Nationen (UN) zum "Jahr der Artenvielfalt" ("International Year of Biodiversity") erklärt. Damit soll auf den drohenden Verlust der Vielfalt der Natur aufmerksam gemacht werden. Die am stärksten bedrohte Wirbeltierklasse sind die Amphibien, von denen es auch auf Engener Gemarkung noch einige Populationen gibt. Ein neues Biotop ist im Gewann „Ernsthofen“ bei Bittelbrunn entstanden. Um dort in ihr Laichgewässer zu gelangen, müssen immer mehr Tiere die Kreisstraße zwischen Engen und Bittelbrunn überqueren – ein lebensgefährliches Unterfangen.
Als Beitrag zum Erhalt dieser bedrohten Art haben die BUND-Gruppen Engen und Mühlhausen-Ehingen in einer Gemeinschaftsaktion mit engagieren Naturfreunden des Schwarzwaldvereins, der Bürgerinitiative Pro Engen, der Bittelbrunner Bevölkerung und des staatlichen Forstreviers Engen einen Schutzzaun errichtet. Logistische und technische Hilfe erhielten sie vom Umweltamt und vom Bauhof der Stadt Engen. Dankbar waren die beteiligten Helfer für ein Stärkung nach getaner Arbeit, die ihnen Michaela Schramm vom Umweltamt vorbeibrachte.
In den nächsten vier Wochen werden jetzt die Tiere eingesammelt und gezählt. Autofahrer auf dieser Strecke werden besonders in den Morgenstunden um vorsichtige Fahrweise gebeten. Es könnten Personen auf der Fahrbahn sein. Um solche Gefährdungen auf Dauer auszuschließen ist beabsichtigt, durch Anlage eines zweiten Laichgewässers im gegenüberliegenden Waldstück in Verbindung mit permanenten Querungssperren die Tiere von der Straße fernzuhalten.
Auch auf dem Verbindungsweg von Bittelbrunn zur B31 wird wie jedes Jahr wegen der Amphibienwanderung ein nächtliches Fahrverbot eingerichtet. Die Bevölkerung wird um Beachtung und für den damit verbundenen kleinen Umweg um Verständnis gebeten. Der Erhalt der Artenvielfalt sichert schließlich die Existenzgrundlagen von uns und unseren Nachkommen – auch wenn wir das nur zu gern vergessen.

Dankbar angenommen wurde von den Helfern eine Stärkung, die Michaela Schramm vom Umweltamt der Stadt Engen vorbeibrachte
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