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Bleischrot: "Erhebliches
Gefahrenpotential" am Dornsberg...
... doch gehandelt werden kann erst, wenn die Gefahrenschwelle erreicht
ist!
Vor den Umweltbelastungen durch den Jagdparcours Dornsberg warnt
die BUND-Gruppe Engen seit 1990 - doch geändert
hat sich am Schießbetrieb lange Zeit nichts. Selbst ein Untersuchungsbericht
zur "Schadstoffbelastung der Böden im Bereich von Wurftaubenschießanlagen"
aus dem Jahre 1995, in dem das Umweltministerium ausdrücklich
vor den Gefahren durch derartige Anlagen warnt, zeigte keine Wirkung.
Immerhin enthält eine Schrotpatrone ca. 30gr Blei. An einem
Turnierwochenende regnen dann schon mal mehr als 1 Tonne Blei
auf
den Waldboden nieder. Auf eine Anfrage hin hat sich das Umweltministerium
gegenüber der BUND-Gruppe Engen konkret zum Jagdparcours
Dornsberg geäußert. Darin warnt das Ministerium davor,
daß
"aufgrund der dem Umweltministerium vorliegenden wissenschaftlichen
Erkenntnisse davon auszugehen (ist), daß die Verwendung
von Bleischrot in Dornsberg langfristig ein erhebliches Gefahrenpotential
für die Umwelt darstellt, die Gefahrenschwelle aber noch nicht
erreicht ist." Es schließt sich auch der langjährigen
Forderung des BUND an, daß " möglichst bald nur noch
Schrot zum Einsatz kommt, der im Hinblick auf seine Umweltauswirkungen
unbedenklich ist, oder geeignete Auffangvorrichtungen entwickelt
und durch den Betreiber installiert werden." Man ist jetzt offenbar
auf den guten Willen und die Einsicht des Betreibers angewiesen,
denn den flächenhaften Bleiauftrag zu verbieten, ist den Behörden
nach Auskunft des Umweltministeriums rechtlich derzeit nicht möglich,
da die gegenwärtige Bodenbelastung noch im Bereich der Hintergrundswerte
liegt. Das bedeutet im Klartext, daß der Betreiber die
einst leichtfertig genehmigte Schießanlage solange ungehindert
weiterbetreiben darf, bis die Gefahrenschwelle erreicht ist.
Keine beruhigende Aussicht
für die Nutzer des Trinkwassers aus dem Singener Tiefbrunnen
Beuren, in deren Wasserschutzgebiet der Jagdparcours liegt.
Nach 15 Jahren wird nun doch gehandelt!
Den
Südkurier Artikel vom 31.08.2004 finden Sie hier
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