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Ferienprogramm 2004 in Mühlhausen-Ehingen
Das Oekomobil in Mühlhausen-Ehingen:
Junge Naturschützer erforschen das Leben im “Schwefelgraben“

Auch in diesem Jahr war es der örtlichen BUND-Gruppe gelungen, das Oekomobil im Rahmen des Kinderferien-Programms wieder nach Mühlhausen-Ehingen zu holen: Im Mühlhauser Neubaugebiet „Ried“ wurde das „rollende Naturschutzlabor“ von 17 interessierten Mädchen und Buben in Gummistiefeln erwartet, die sich unter der Anleitung von Friederike Tribukeit mit dem Lebensraum “Bach“ näher vertraut machen wollten.
Neben Spielen, die die Beobachtungsgabe der kleinen Naturforscher schulen und die Vernetzung aller tierischen und pflanzlichen Bewohner in einem Gewässer zu einem intakten Oekosystem verdeutlichen sollten, war das Aufspüren von Kleinstlebewesen im Schlamm des Mühlhauser „“Schwefelgrabens“ mit Sieb und Glasschüssel und ihre anschließende Bestimmung mit Hilfe von Vergrößerungen unter den Binokularen im Oekomobil der absolute Höhepunkt des ereignisreichen Vormittags. Aufgespürt wurden Großlibellen-, Eintagsfliegen-, Kribbelmücken und Köcherfliegenlarven sowie ein Egel und eine Schlammschnecke, die anschließend noch zeichnerich festgehalten wurden, bevor sie wieder in Freiheit entlassen wurden. Eine, zu den Kleinfischen gehörende Groppe, wurde allerdings postwendend wieder ausgesetzt, da sie nach europäischen FFH-Naturschutz-Richtlinien besonders geschützt ist. Im übrigen wiesen die gefundenen Bachbewohner darauf hin, dass die Gewässergüte des Mühlhauser “Schwefelgrabens“ breit streut und von unbefriedigend bis sehr gut variiert.

BUND / Reinhard Ebeling


Friederike Tribukeit vom Freiburger Oekomobil demonstriert, wie durch die Vernetzung aller tierischen und pflanzlichen Bachbewohner ein stabiles Ökosystem entstehen kann.


Mit großem Eifer werden die im Bachbett des “Schwefelgrabens“ gefundenen Kleinstlebewesen im Oekomobil mit Hilfe von Binokularen bestimmt und zeichnerisch festgehalten.