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Ferienprogramm 2006 in Mühlhausen-Ehingen
Pressebericht Südkurier vom 19.8.2006:

Kleine Forscher nehmen Flusstiere ins Visier


Bild: Rossner

Es wuselte in den Sieben und Schalen: Die Unterwasserwelt des Schwefelgrabens erforschten die Teilnehmer im Ferienprogramm in Mühlhausen-Ehingen.

Mit Stiefeln oder barfuß standen sie im Schwefelgraben in Mühlhausen, ausgerüstet mit Sieb, Spezialpinzetten und Wasserschale. Und darin war so einiges zu entdecken, zum Beispiel eine Libellenlarve. "Die ist gefräßig, alles was keinen Panzer hat, wird gefressen", erklärte ein Mitarbeiter des Ökomobils des Regierungspräsidiums Freiburg, das in Mühlhausen Station machte.

Die BUND Ortsgruppe Mühlhausen-Ehingen präsentierte den Kindern mit dem rollenden Naturschutzlabor im Ferienprogramm ein interessantes, aber auch schaurig-schönes Erlebnis. "Huch, das ist ja ein Riesenviech", war da erstaunt zu hören, "das sieht ja aus wie eine Kellerassel." Aber auch größere Bachbewohner wurden entdeckt: "Wo ist denn jetzt der Frosch hin?" Die jungen Teilnehmer stapften vorsichtig durchs Wasser.

Mit den Sieben wurde im Schwefelgraben gefischt, der mehr bot, als man im Vorbeigehen bemerkt. "Bei mir sind eine ganze Menge Viecher drin", hieß es immer wieder, in den Sieben wuselte es von kleinsten Bachbewohnern. Eine spannende Sache für die Mädchen und Jungen: "Guck mal, die paaren sich", beobachteten sie ganz aufmerksam ihren Fang, und: "Puh, der ist ja übel fett."

Vorsichtig trugen die jungen Naturforscher die Wasserschälchen ins Ökomobil und konnten es kaum erwarten, die kleinen Wassertiere im Großformat zu sehen. Unter dem Stereomikroskop wurden die Larven zu Ungeheuern: "Puh, zappelt der, das sieht ja geil aus", oder auch "übelst geil, da kriegt man ja sogar ein bisschen Schiss", waren einige etwas erschrocken. Interessiert wechselten die jungen Teilnehmer die Plätze mit der Anmerkung: "Komm mal hier rüber, da kriegst du übelst Schiss."

Nacheinander wurde der Fang unter dem Mikroskop beobachtet, darunter tummelten sich Larven von Eintagsfliegen und Köcherfliegen, aber auch kleine Flusskrebse. Jedes Exemplar wurde begutachtet: "Der glitzert vielleicht, das sieht ja horrormäßig aus", bot das Ökomobil den faszinierten Jungforschern mehr als Fernsehen.

Christel Rossner


Weitere Bilder vom Ferienprogramm: