Mit Stiefeln oder barfuß standen sie im Schwefelgraben
in Mühlhausen, ausgerüstet mit Sieb, Spezialpinzetten
und Wasserschale. Und darin war so einiges zu entdecken, zum
Beispiel eine Libellenlarve. "Die ist gefräßig,
alles was keinen Panzer hat, wird gefressen", erklärte
ein Mitarbeiter des Ökomobils des Regierungspräsidiums
Freiburg, das in Mühlhausen Station machte.
Die BUND Ortsgruppe Mühlhausen-Ehingen präsentierte
den Kindern mit dem rollenden Naturschutzlabor im Ferienprogramm
ein interessantes, aber auch schaurig-schönes Erlebnis. "Huch,
das ist ja ein Riesenviech", war da erstaunt zu hören, "das
sieht ja aus wie eine Kellerassel." Aber auch größere
Bachbewohner wurden entdeckt: "Wo ist denn jetzt der Frosch
hin?" Die jungen Teilnehmer stapften vorsichtig durchs Wasser.
Mit den Sieben wurde im Schwefelgraben gefischt,
der mehr bot, als man im Vorbeigehen bemerkt. "Bei mir sind eine ganze
Menge Viecher drin", hieß es immer wieder, in den
Sieben wuselte es von kleinsten Bachbewohnern. Eine spannende
Sache für die Mädchen und Jungen: "Guck mal, die
paaren sich", beobachteten sie ganz aufmerksam ihren Fang,
und: "Puh, der ist ja übel fett."
Vorsichtig trugen die jungen Naturforscher die
Wasserschälchen
ins Ökomobil und konnten es kaum erwarten, die kleinen Wassertiere
im Großformat zu sehen. Unter dem Stereomikroskop wurden
die Larven zu Ungeheuern: "Puh, zappelt der, das sieht ja
geil aus", oder auch "übelst geil, da kriegt man
ja sogar ein bisschen Schiss", waren einige etwas erschrocken.
Interessiert wechselten die jungen Teilnehmer die Plätze
mit der Anmerkung: "Komm mal hier rüber, da kriegst
du übelst Schiss."
Nacheinander wurde der Fang unter dem Mikroskop
beobachtet, darunter tummelten sich Larven von Eintagsfliegen
und Köcherfliegen,
aber auch kleine Flusskrebse. Jedes Exemplar wurde begutachtet: "Der
glitzert vielleicht, das sieht ja horrormäßig aus",
bot das Ökomobil den faszinierten Jungforschern mehr als
Fernsehen.
Christel Rossner
Weitere Bilder vom Ferienprogramm:

