Logo

 

Ferienprogramm 2007 in Mühlhausen-Ehingen
Pressebericht Südkurier vom 23.8.2007:

Tierischer Durchblick

Mit ganzer Aufmerksamkeit auf den Spuren von Bachbewohnern: Das Ökomobil machte im Ferienprogramm Mühlhausen-Ehingen am Schwefelgraben Station.

Bild: Rossner

In Gummistiefeln oder auch barfuß standen die jungen Teilnehmer im Schwefelgraben in Mühlhausen, mit Sieben und Wasserschalen gingen sie auf Fang im seichten Gewässer. Im Ferienprogramm der Gemeinde Mühlhausen-Ehingen machte das Ökomobil des Regierungspräsidiums Station in Mühlhausen.

War das Fischen der teils kaum sichtbaren Wasserbewohner schon eine entdeckungsreiche Sache, wurde es beim Sichten des Fangs richtig spannend. In den Wasserschüsseln tummelten sich eine Menge Kleinstfische, Käfer und Kriechtiere. Darunter auch ein besonderer Fund: Im Schwefelgraben war eine ausgewachsene Groppe von rund zwölf Zentimetern Länge ins Sieb gegangen. "Ein Zeichen dafür, dass das Wasser nicht verschmutzt ist", war auch Rainhard Ebeling vom BUND Mühlhausen-Ehingen als Veranstalter erfreut.

Die Groppe schwamm gut sichtbar im Glas. Wie sich die ganz kleinen Schwefelgraben-Bewohner nun bei Nähe betrachtet darstellen, konnten die Kinder im Wagen des Ökomobils betrachten. Kleine Glasschalen wurden verteilt, die einzelnen Tierchen dort hinein gegeben, um sie dann in der Vergrößerung anzuschauen.

Aufgeregt und behutsam waren sie bei der Sache: "Nimm ihn da raus, das ist für den doch viel zu eng da drin", war ein kleiner Tierfreund besorgt um ein größeres Exemplar. Ein Mädchen hatte ihrem durch die Schüssel flitzenden Kleinstfisch auch einen Namen gegeben: "Meiner heißt Schnelli." Dann stieg die Spannung, auf den Tischen wurden Stereolupen verteilt, die lebende Tiere in rund 20-facher Vergrößerung zeigen. Zu zweit teilten sich die 22 Kinder ein Gerät, und nicht jeder hatte sofort den Durchblick: "Ich sehe ja gar nichts", halfen sie sich gegenseitig, die richtige Einstellung zu wählen. Und waren bedacht, selbst alles mitzukriegen: "Jetzt komme ich aber dran, ich will auch mal."

Das war besser als fernsehen, das Staunen war groß. "Boh, ist das geil", waren die Kinder fasziniert und auch erschrocken, denn so manch Bachbewohner von zierlichen Ausmaßen stellte sich in der Vergrößerung fast bedrohlich dar. "Was ist das denn, schau mal den Kopf an, der sieht ja bös eklig aus." Alles war zu finden: "Guck mal hier, unser hat sogar Gold auf dem Rücken" oder "Meine Güte, hat der Riesenhörner", sparten sie nicht an Kommentaren.

Was die Kinder im Schwefelgraben eingefangen hatten, war im Anschluss nochmals groß auf der Leinwand zu sehen und wurde fachmännisch von Biologe Klaus Goldmann erklärt.

Christel Rossner


Weitere Bilder vom Ferienprogramm: