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Südkurier 26.08.2011:
Kinder werden zu Wasserforschern
Das Ökomobil des BUND macht in Mühlhausen Station. Dabei entdecken Kinder Wasserlebewesen und ihre Eigenheiten

Was im Saubach an Kleinstbewohnern lebt, konnten die Teilnehmer im Ökomobil auch im Großformat auf der Leinwand sehen. (Bild: Rossner)
Mühlhausen-Ehingen (ros) Was in den Glasträgern so alles wuselte, war erstaunlich: „Das ist ein Pünktchen mit Beinen, du musst mal gucken, wie es rudert“, war Jule ganz verwundert. „Ein Punkt mit acht Beinen, der schwimmen kann“, staunte Clara. Es war eine Wassermilbe, die erst unter dem Mikroskop deutlich zu erkennen war. Was im Saubach in Mühlhausen alles an Lebewesen wimmelt, überraschte die jungen Entdecker im Ökomobil des Regierungspräsidiums Freiburg, das im Ferienprogramm der BUND-Gruppe in Mühlhausen Station machte.
Mit Sieben und Schalen im Saubach stehend, war schon das Herausfischen der teils kaum sichtbaren Wasserbewohner für die 13 Kinder eine entdeckungsreiche Sache. In den Schalen schwammen neben einer gut zehn Zentimeter langen Groppe samt Nachwuchs Kleinstlebewesen jeder Art. Richtig spannend wurde es dann im Ökomobil, wo der Fang unter dem Mikroskop erkennbar wurde. Abbildungen und Beschreibungen halfen den Kindern dabei, die Tiere zu bestimmen. „Die Wassermilbe sieht eklig aus, wie ein Ball mit Beinen“, meinte Elias. Die Zuckmückenlarve dagegen fand er toll, sie würde schön glitzern.
Die jungen Forscher waren ganz bei der Sache. „Meins ist eine Köcherfliege, sie lebt in einem Rohr“, staunte Lilly. Biologe Klaus Goldmann hatte ihnen erklärt, wie sich die Larven diese Hülse anfertigen. Patrick und Lisa waren sich zunächst nicht ganz sicher, was da in ihrem Wasserträger schwamm. Es war eine Stelzmückenlarve. „Da sieht man mal, was im Wasser alles so lebt“, war Patrick angetan.
Dennis sah einen kleinen roten Strich unterm Mikroskop, der sich hin und her wand: „Das ist ein Schneckenegel. Er sieht aus wie eine Gurke, die sich bewegt.“ Ein wenig unheimlich wurde es manchen der jungen Teilnehmer, als sie die Bachbewohner übergroß auf dem Bildschirm sahen. Darunter auch eine Eintagsfliegenlarve. Sie muss es schaffen, in einem Tag einen Partner zu finden, um Eier zu legen. „Puh, da braucht der Mensch aber viel länger“, meinte ein junger Forscher anerkennend.
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